Überfordert mit den Golfregeln?

#12 Golfeinstieg: Grundsätzliches zur Regelanwendung

von Kai Wunner

Beim Einstieg in das Erlernen der Golfregeln kommt man sich manchmal vor, wie in einem Agatha-Christie-Krimi. Worüber reden diese Leute? Warum benutzt jeder so obskure Worte? Vier grundlegende Themenbereiche sind es, um die es geht.

1. Die Prinzipien des Spiels

Auch wenn die Regeln nicht immer logisch erscheinen, gibt es insbesondere zwei große Prinzipien als Basis für die Regeln:Das Beachten dieser Grundsätze bringt einen schon weit. Der größte Teil des Regelbuchs behandelt nämlich Situationen, in denen man den Ball nicht so spielen kann oder darf, wie er liegt, oder wie man ihn vorfindet. Man lernt mit der Zeit, dass es oft (aber nicht immer) eine Strafe gibt, wenn man den Ball nicht so spielt, wie er liegt

2. Definitionen

Um die Regeln klar zu gestalten, werden bestimmte Wörter oder Ausdrücke in den Regeln wiederholt verwendet. Das Kennen dieser definierten Begriffe, und zu lernen, was sie bedeuten, ist wichtig, um die Regeln zu verstehen. Diese definierten Begriffe sind die Sprache der Regeln und ermöglichen es, den Text der Regeln sowohl kurz als auch effizient zu halten.

3. Bereiche des Platzes

Bei den meisten Regeln geht es darum, was passiert, wenn der Ball nicht so gespielt werden kann, wie er liegt, oder die Stelle ein Spielen nicht ermöglicht, wie zum Beispiel der Ball im Wasserhindernis. In diesen Situationen kommen die Regeln zum Tragen. Die Regeln sollen Helfen und nicht bestrafen.
In den Regeln gibt es fünf verschiedene Bereiche auf dem Platz.
Der Ball kann im erstens im Gelände sein, wofür es bestimmte Regeln gibt. Und dann gibt es Regeln für die anderen 4 Bereiche, wie den Abschlag, einen Bunker, einer Penalty Area oder dem Putting Green.

Zu wissen, in welchem Bereich der Ball liegt, vereinfacht das Finden der richtigen anzuwendenden Regel erheblich.

4. Spielformen im Golf

Etwas besonderes beim Golf sind die vielen verschiedenen Formen, die gespielt werden können. Man kann Lochspiel, Zählspiel oder Matchplay spielen. Man kann alleine, mit Partner oder im Team spielen. Und das Ganze kann beliebig kombiniert werden, was zu vielen speziellen Spielformen, wie zum Beispiel dem beliebten Scramble in vielen Variationen, führt.

Die Golfregeln decken alle diese Spielformen ab, aber einige Regeln (und einige Strafen) werden je nach verwendeter Spielform unterschiedlich angewendet.

Wer sich mit den Spielprinzipien, den definierten Begriffen, den Platzbereichen und den Wettbewerbsformen vertraut machen möchte, kann sowohl im Internet als auch in vielen Fachbüchern die Grundlagen finden.

Im Netz ist ein guter Start zu den Golfregeln, das Portal Golf.de mit allen wichtigen Informationen zur Regelkunde. https://www.golf.de/reg/regeln.html

Für den Deep-Dive in die Regelkunde gibt es ein tolles Projekt von echten Enthusiasten auf golf-rules.com zu finden, die übrigens auch eine schöne App zum Thema entwickelt haben. http://golf-rules.com/

Tolles Portal für Regel-Interessierte! Sind auch auf Facebook und Instagramm zu finden.

Eine gute Übersicht, die man auch geschickt mit auf den Platz nehmen kann, ist zum Beispiel “Golfregeln kompakt” des Schweizer Autors Yves C. Ton-That. Der Ratgeber enthält die wichtigsten Grundregeln und Lösungen zu immer wiederkehrenden Regelfällen auf dem Golfplatz. Diese lassen sich durch das Register schnell finden, wenn man sie braucht.

Wir wünschen viel Spaß beim Eintauchen in die Mysterien der Regelkunde!

BIO:

Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

Kommt aus Stuttgart und spielt Golf am liebsten auf immer wieder anderen Plätzen. Seit 2006 dem Golfsport verbunden. Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins Stuttgart Golf Community, welches seit 2020 unter GolfSTR firmiert.. Das zweite Hobby neben dem Golf ist Wein und das Thema findet man in seinem zweiten Online-Magazin WineSTR.

Er ist Gründungsmitglied des Vereins 0711 GOLF CREW. Der Verein steht für Golf in der Metropolregion Stuttgart in einer bunt gemischten Gruppe, was  mit viel Spaß bei gemeinsamen Turnieren, Ausfahrten und Golfrunden gelebt wird und dabei helfen soll die Sportart unkonventionell zu fördern.

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