Die wichtigsten Grundlagen zur Ausrüstung

#4 Golfeinstieg: Was man braucht und was der Spaß kostet

von Gastautor Daniel Kley

Vorab sei eines gesagt – Golf ist ein Übungssport. Auch die tollste Ausrüstung kann euch das nicht ersparen. Passt sie aber zu euch, werdet ihr Spaß damit haben und das Üben fällt euch sicher leicht.  Nun aber ans Eingemachte.

Das Einsteiger Set:

Nachdem ihr die Platzreife gemeistert und der Pro die Leihschläger wieder einkassiert hat, stellt sich euch logischerweise die Frage, womit ihr denn in Zukunft durch die Plätze dieser Welt pflügen wollt.

Einsteiger Sets werden euch bei der Recherche schnell begegnen und das Segment hat durchaus seine Berechtigung. Wer zunächst nicht so tief in die Tasche greifen will, findet hier zwischen 300-500€ ein Set von Wilson, Spradling oder Tommy Armour. Diese sind teilweise auch als Halbsatz verfügbar, mit 5-7 Schlägen (Bag inklusive) wird dabei die ganze Bandbreite des Golfspiels abgedeckt. Die Performance reicht hier, um euch bis in den mittleren Handicap-Bereich zu bringen, wobei auch die Fehlerverzeihung in diesem Segment (zu Recht) eine große Rolle spielt. 

Gebrauchte Schläger:

An gebrauchten Golfschlägern ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Zertifizierte Ware gibt es bei Shops wie Golfbidder oder dem Callaway-Preowned Shop, der seit einigen Monaten auch hier aus Deutschland zugänglich ist. Grundsätzlich solltet ihr aber einigermaßen wissen wonach ihr sucht, oder bestenfalls einen erfahrenen Golfbuddy zur Hilfe haben, der sich am Markt auskennt. Spätestens wenn ihr euch bei eBay umschaut ist das ein absolutes Muss, nur so könnt ihr ein teures „Buy and Try“ vermeiden.

Für einen gut erhaltenen Eisensatz aus dem Premium-Segment kann auch nach 5 Jahren noch um die 500 € aufgerufen werden. Kellerfunde von Laien, die 20 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben, werden aber oftmals überteuert eingestellt. Daher recherchiert unbedingt ein bisschen zu den von euch begehrten Stücken, zu guten Produkten gibt es in der Regel auch genügend Tests und Videos. Tipp: Achtet darauf wann diese veröffentlicht wurden *zwinker*.

© CCO

Premium Hersteller: 

Seid ihr euch sicher, dass ihr beim Golfen am Ball bleiben wollt, ihr viel und gerne spielt? Dann scheut euch nicht und greift ruhig etwas tiefer in die Tasche. Bei Titelist, Callaway, Mizuno, Ping, Taylormade uvm. bekommt ihr Ausrüstung, die euch bei guter Pflege die nächsten 10-15 Jahre treu bleiben wird. Mit 11-14 Schlägern plus Bag sollte sich im Bereich zwischen 1500-2500€ etwas finden lassen. Im Golfshop könnt ihr in die Schläger testen und dann zusammenstellen, womit ihr euch am wohlsten fühlt.

Handgeschmiedete Golfschläger aus Japan – © Dragon Golf

Wenn Geld keine Rolle spielt:

Habt ihr unbegrenzte Mittel und seid der Überzeugung, dass Geld doch Tore schießt… ähhh… Bälle locht, dann kann ich euch beispielsweise das HONMA BERES 5-Star Iron Set für knapp 30 000€ (in Worten Dreißigtausend) wärmstens ans Herz legen.

Fitting:

Das (dynamische) Fitting, also das individuelle Anpassen von Schlägern aufgrund von zuvor ermittelten parametrischen Daten – Nirgendwo beim Golf (außer vielleicht dem Thema „Ballangel“) scheiden sich die Geister mehr als beim Fitting.

Von „Je besser das Material schon am Anfang auf mich abgestimmt ist, desto leichter kann ich meine Technik entwickeln“ bis „ein Fitting macht überhaupt frühestens ab Handicap 18 Sinn“ ist hier alles vertreten. Daher gibt‘s von mir an dieser Stelle auch keine Empfehlung. Wollt ihr euch einen gefitteten Satz Schläger vom Putter (ja, das geht) bis zum Driver zulegen, müsst ihr mit 3000-6000€ rechnen wobei es hier nach oben keine Grenzen gibt.

Fitting-Spezialist – © Helmut Krämer

Bälle/Tees:

Kauft ruhig am Anfang Lakeballs oder andere günstige Bälle. Sobald eine gewisse Konstanz im Spiel ist, hilft es, regelmäßig einen gleichen Ball zu spielen. Tees sind kleine Holz-oder Plastikstäbchen, die euch helfen den Ball vom Abschlag besser ins Spiel zu bringen, Diese solltet ihr in ausreichender Menge dabeihaben, da sie sich gerne mal im Gras verstecken oder brechen.

Golfball-Parade – © Fabian Bünker

Sonstiges Zubehör:

Macht euch keine Sorgen wegen dem Dresscode. Die meisten Golfclubs setzten inzwischen auf eine Willkommenskultur und sind beim Thema Dresscode (besonders bei Interessierten die schnuppern wollen) recht liberal.Vermeidet Jeans, tragt Kragen und Ärmel dann seid ihr gut dabei.Beim Fußball trägt man Trikots, beim Golf eben entsprechend Golfkleidung.

Ein Golfhandschuh hilft Blasen zu vermeiden und gibt Euch einen besseren Grip beim Spielen. Golfschuhe geben mehr Halt und sind vor allem wasserdicht. Am Anfang tut es aber auch ein stabiler Sportschuh.

Wenn es dann auf den Platz geht vergesst auf keinen Fall eure Pitchgabel zum Ausbessern der Einschlaglöcher auf dem Grün. Ausserdem benötigt ihr eine kleine Münze als Ballmarker damit ihr euren Ball aus der Puttlinie eurer Mitspieler nehmen könnt.

Ich wünsche viel Spaß beim Golf, beim Üben und ein schönes Spiel.


BIO:

Daniel Kley

Kommt aus Bad Cannstatt.

Spielt seit ca. 2 Jahren Golf

HCP 31,9

Aktuell Mitglied in der VcG.

© Daniel Kley

Ein Kommentar

  • David Graf

    Danke nochmal fürs heimfahren 😉 hat alles geklappt! Ich les mir diesen Artikel jetzt mal durch 🙂

    Grüsse David

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