Umsetzung des Masterplans im GC Reutlingen-Sonnenbühl

Klimaneutral golfen und Kurzbahnen für Jedermann

von Jürgen Schaal

Wer rastet der rostet. Dieser uralte Leitspruch hat bis heute nichts an seiner Aktualität verloren. Der Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl legte im vergangenen Jahr trotz Pandemie keinesfalls die Hände in den Schoß. Vielmehr wurde ein Masterplan auf den Weg gebracht, dank dessen der Club auf der Reutlinger Alb schon jetzt richtig viel bewegt hat.

Die Mitglieder stimmten den Planungen mit Investitionen von insgesamt rund 750.000 Euro zu, und die Verantwortlichen im Golfclub konnten loslegen. Zunächst wurde die betagte Ölheizung gegen eine ultramoderne Holzpellets-Anlage ausgetauscht. Damit war bereits im Herbst 2020 der erste Schritt hin zu einer deutlichen Umweltentlastung am Biosphärengebiet Schwäbische Alb getan. Praktischerweise geht dies mit weniger Heizkosten einher und einem Plus an Wärmekomfort.

Herrlich gelegen am Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz des Golfclubs Reutlingen-Sonnenbühl – © Watts Industries

Der zweite Schritt folgte im März 2021 mit der Montage einer Photovoltaikanlage auf den nach Süden geneigten Dachflächen beider Gebäude des Clubs. Im April startete die Produktion des eigenen Stroms aus Sonnen-Energie. Damit werden die Gebäude des Golfclubs Reutlingen-Sonnenbühl klimaneutral betrieben. Ebenso in Richtung Umwelt zielt die Teilnahme am Projekt Biodiversität. Für Insekten, kleine Reptilien und weiteres schützenswertes Getier hat der Club an verschiedenen Stellen Totholzbereiche geschaffen und Steinhäufen platziert. Zudem sind Brutkästen für Vögel über das Gelände verteilt worden.

Neben Klimaneutralität ist das Pilotprojekt Biodiversität ein weiteres Umweltthema für den Golfclub auf der Reutlinger Alb. Mit Nistkästen, Steinhäufen und Totholzbereichen wird ein Beitrag für die Artenvielfalt geleistet  - © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.
Neben Klimaneutralität ist das Pilotprojekt Biodiversität ein weiteres Umweltthema für den Golfclub auf der Reutlinger Alb. Mit Nistkästen, Steinhäufen und Totholzbereichen wird ein Beitrag für die Artenvielfalt geleistet – © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Damit sich neben den Tieren auch die golfenden Menschen wohlfühlen, spendierte der Club seinen Gästen und Mitgliedern komplett sanierte Umkleiden nebst sanitären Einrichtungen. Auch auf dem Golfplatz ist richtig investiert worden. Die ab diesem Jahr fürs Greenkeeping verantwortliche Firma Sommerfeld baute auf dem 18-Loch-Meisterschaftsplatz verschiedene Abschläge neu und kümmerte sich um die Beschaffenheit der Sandbunker. Auch die Fairways und Grüns kommen in den Genuss ständig wiederkehrender Spezialbehandlungen.

Eine echte Neuheit jedoch sind die drei Kurzbahnen hinter Clubhaus und Parkplatz. Mit Längen zwischen 40 und 70 Metern inklusive Abschlägen, Fairways sowie Grüns mit Sandbunkern lässt es sich hier exzellent trainieren. Doch auch Neugierige, die das Golfen auf richtigen Bahnen einfach mal ausprobieren wollen, werden bei diesen Distanzen ihren Spaß haben.

Auf dem in Kürze fertiggestellten Übungsgelände mit drei Kurzbahnen werden auch Gäste ohne „Platzreife“ viel Spaß haben – © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Die Bahnen haben eine Länge zwischen 40 und 70 Metern und sind mit Abschlägen, Fairways, Bunkern sowie Grüns ausgestattet – © Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Die Weichen sind also gestellt für eine erfolgreiche Golfsaison 2021. Bei so viel Bewegung wird der Golfclub in Reutlingen-Sonnenbühl ganz bestimmt keinen Rost ansetzen. Blitzblank präsentiert er sich als Mekka für Golfsportbegeisterte. Dafür sprechen die acht beim BWGV gemeldeten Liga-Mannschaften plus das Jugend-Team. Auch das ist neben der Klimaneutralität ein Alleinstellungsmerkmal unter den Clubs in der Region.

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