Ziel erreicht und Ziel verfehlt

Erste Mannschaft AK 50 Senioren verhindert Abstieg – Zweite erneut nicht aufgestiegen

von Jürgen Schaal

Des einen Freud ist des anderen Leid. Die Gefühlslage der beiden AK 50 Herren-Captains Oliver Digel (AK 50 I) und Bernd Ruof (II) war nach dem letzten Spieltag am 11. September 2021 höchst unterschiedlich. Zu Recht! Die erste Mannschaft der AK 50 Herren des GC Reutlingen-Sonnenbühl schaffte in Owingen-Überlingen mit etwas Zittern und Bangen zwar, die Klasse in der 2. Liga, Gruppe D, zu halten. Die Zweite der Herren AK 50 musste dagegen erneut einen herben Dämpfer hinnehmen: Das dritte Jahr in Folge verpasste die Mannschaft beim Auswärtsspiel im Golfclub Neckartal den Aufstieg von der vierten Liga in die dritte.r Aufstiegsrunde im Golfclub Ohmden/Teck.

Für die Sonnenbühler AK 50 I lautete die Devise, den Abstieg zu verhindern

Für die Reutlinger lautete die Devise, den Abstieg zu verhindern – zu knapp war der Abstand der letzten Vier in der unteren Tabellenhälfte. Bei gutem Wetter ging es am Samstagmorgen, 11. September, auf die Teebox. Der Platz war gepflegt, allerdings bereiteten die unberechenbaren Grüns, die von der Rasenkrankheit Dollarspot befallen waren, den Sonnenbühlern einige Probleme. So blieb das Team unter seinem Leistungspotenzial. Die beste Runde lieferte wieder einmal „Mr. Zuverlässig“, Alfred Michelberger, mit 85 Schlägen ab. Willi Rudorf benötigte 86 Schläge. Heiko Bartels kam mit 16 Schlägen über Par ins Clubhaus. Captain Digel und Volker Brändle benötigten jeweils 91 Schläge.


Die AK 50 I hat den Klassenerhalt geschafft, von links: Volker Brändle, Heiko Bartels, Alfred Michelberger, Jürgen Schaich, Oliver Digel und Willi Rudorf. Foto: Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Digels Fazit danach: „Wir haben ohne Bravour die Klasse gehalten, unsere Leistungen waren über das ganze Jahr gesehen zu schwankend. Wir haken jetzt die Saison ab und blicken nach vorne.“

Die Ergebnisse im Einzelnen:
Alfred Michelberger 85
Willi Rudorf 86
Heiko Bartels 89
Oliver Digel 91
Volker Brändle 91
Jürgen Schaich (93)

Tabelle nach dem 4. Spieltag:

  1. GC Domäne Niederreutin 215,5 über CR
  2. GC Steisslingen 261,5
  3. GC Owingen-Überlingen 262,5
  4. GC Reutlingen-Sonnenbühl 287,5
  5. GC Schloss Weitenburg 289,5
  6. GC Schloss Langenstein 301,5

Für die Sonnenbühler AK 50 II lautete die Devise: Gekämpft wird bis zum Schluss

Mit einem winzigen Funken Hoffnung reiste die AK 50 II des GC Reutlingen-Sonnenbühl, die in der 4. Liga, Gruppe F, spielt am Samstag, 11. September nach Kornwestheim zum GC Neckartal. Der Rückstand auf Tabellenführer Neckartal betrug fünf Schläge. Das ist beim Golf, speziell in der Spielform Zählspiel, nicht die Welt. Aber die Neckartaler spielten zu Hause und nutzten den Heimvorteil „schamlos“ aus. Zudem zeigte die Aufstellung, dass sie in Bestbesetzung antraten. Fünf der sechs Spieler wiesen ein Single-Handicap aus. Im Vergleich: Bei Reutlingen war dies nur ein Spieler.

Die Befürchtung, den ganzen Tag im Regen spielen zu müssen, bewahrheitete sich nicht: Lediglich die letzten drei Spielgruppen bekamen auf den letzten drei Bahnen des Par-72-Platzes noch einen Regenguss ab. Auch der Platz zeigte sich in bestem Zustand, die Grüns waren pfeilschnell und nicht einfach zu lesen. Auch hier hatten die Neckartaler den Vorteil auf Ihrer Seite.

Captain Bernd Ruof hatte zwar die Devise ausgegeben: „Gekämpft wird bis zum Schluss“, aber im direkten Wettstreit sprachen die Ergebnisse an den einzelnen Bahnen eine andere Sprache. Und so reihte sich Schlagverlust auf Schlagverlust. Am Ende betrug der Reutlinger Rückstand auf Neckartal insgesamt 37 Schläge – „die Tabelle lügt nicht“, meinte Bernd Ruof. Er gratulierte den Neckartalern fair zum Aufstieg. Lobend zu erwähnen sind die 86er-Runde von Herbert Kittelberger und die 92 von Steffen Wipp, der bei seiner Premiere im Team der Reutlinger eine solide Leistung ablieferte.

Auch im dritten Anlauf nur auf Platz zwei – das AK 50 II-Team des GC Reutlingen-Sonnenbühl, von links: Peter Weigelt, Michael Brenner, Herbert Kittelberger, Manfred Rauscher, Bernd Ruof und Steffen Wipp. Foto: Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Ein schwacher Trost für die AK 50 II war, dass sie in der Abschlusstabelle klar vor der Konkurrenz von Weitenburg, Hohenstaufen und Göppingen landeten. Im Endeffekt bleibt es Platz 2 und damit ist Fakt, dass die Mannschaft auch im dritten Jahr hintereinander den Aufstieg in die dritte Liga nicht geschafft hat.

„Wir werden den Kopf nicht lange hängen lassen, sondern im nächsten Jahr wieder einen Versuch unternehmen. Jüngere Spieler mit Potenzial rücken nach, und wir glauben an unsere Chance“, so Bernd Ruof zum Abschluss.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
Herbert Kittelberger 86
Steffen Wipp 92
Michael Brenner 93
Bernd Ruof 95
Manfred Rauscher 99
Peter Weigelt (110)

Tabelle nach dem 4. Spieltag:

  1. GC Neckartal II 363,5 über CR
  2. GC Reutlingen-Sonnenbühl II 400,5
  3. GC Schloss Weitenburg II 457,5
  4. GC Hohenstaufen II 468,5
  5. GC Göppingen 382,0

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