Matthias Eschle weitere drei Jahre Präsident
des Golfclubs

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Eindeutiges Mitgliedervotum des Golfclubs Reutlingen-Sonnenbühl e.V. für alten und neuen Vorstand

von Jürgen Schaal

Zunächst war es Matthias Eschle vorbehalten, einen kurzen Rückblich auf das in den vergangenen drei Jahren Erreichte zu geben. Vier Ziele hat sich der Clubvorstand gesetzt: Die gesunde wirtschaftliche Basis zu erhalten und weiter zu stabilisieren, Investitionen in die Infrastruktur und Energieversorgung, die Verbesserung der Qualität des Golfplatzes sowie die Erhöhung der Attraktivität des Golfclubs am Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Signifikanter Zuwachs an Neumitgliedern

An vorderster Stelle ist nach Eschles Meinung der Zuwachs an Neumitgliedern zu nennen. „So konnten die altersbedingten Austritte kompensiert und sogar noch eine Steigerung der Mitgliederzahlen auf über 700 erreicht werden“, betonte der Präsident. Auf dem Weg zu einem klimaneutralen Golfclub wertete Eschle unter anderem den Ersatz der alten Ölheizung durch eine hocheffiziente Pelletheizung. Die Heizung sei im August 2020 in Betrieb genommen worden und laufe ohne Störungen, die Reduzierung der Heizkosten liege bei etwa 20 Prozent. Durch die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit hoher Eigenerzeugung, die im Mai 2021 startete, sei es gelungen, den Energiebedarf weitestgehend selbst zu decken. Die Sanierung der elektrischen Infrastruktur mit dem Ziel der Versorgungssicherheit und der Verbesserung des Brandschutzes sei ein weiterer Meilenstein gewesen.

Ein kleines Dankeschön gab es von Präsident Matthias Eschle (rechts) an die Kassenprüfer Rainer Blank und Brigitte von Wittich. Foto: Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Für die Attraktivität des Golfplatzes sei ein Drei-Loch-Kurzplatz gebaut und die Übungsanlage umgebaut worden. Auf dem Platz seien Verbesserungen an zwei Abschlägen vorgenommen worden sowie der Austausch der alten Regner an den Grüns erfolgt. Zur Kosteneinsparung, so Eschle, seien drei Bunker geschlossen beziehungsweise verkleinert worden. Zur gesteigerten Attraktivität trage auch die Sanierung der Sanitärräume bei und dass es gelungen sei, mit Marcello Ianni und seiner Frau Tatiana ein Pächterpaar für die Gastronomie zu finden, das von allen Mitgliedern und Gästen hoch geschätzt werde.

Zahlreiche geplante Vorhaben für die Zukunft

Sollte der Vorstand wieder gewählt werden, kündigte Eschle zahlreiche Vorhaben an, die bis 2025 umgesetzt werden sollen: Beispielsweise gelte dem Gebäudeunterhalt das Augenmerk, ein neuer Wasserspeicher werde gebaut, ein Abstellplatz für Wohnmobile auf der Fläche des alten Teiches soll entstehen, ein neuer Waschplatz für Trolleys steht auf der Liste und der Eingangsbereich vor dem Sekretariat und Proshop soll offener sowie freundlicher gestaltet werden. Wegebau und Sanierungen auf dem Platz gehören ebenso ins Programm.

Nach dem Bericht des Präsidenten waren die Vorstände mit ihren einzelnen Referaten an der Reihe. Vizepräsident Udo Paul berichtete über sein Schwerpunktthema, die Gewinnung neuer Mitglieder durch die Golferlebnistage sowie die Integration dieser langfristig in den Club. Dazu gehöre künftig ein so genanntes Patensystem. Paul sieht als weiteren Schwerpunkt, die Mitglieder über Social Media Kanäle auf dem Laufenden zu halten.

Das alte und neue Präsidium, von links: Dirk Herrmann (Jugend), Jürgen Schaal (Presse), Helmut Lohrmann (Finanzen), Matthias Eschle (Präsident), Bernd Ruof (Sport) und Udo Paul (Vizepräsident). Foto: Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V.

Sportvorstand Bernd Ruof berichtete, dass nach dem extremen Corona-Jahr 2020 im vergangenen Jahr ein fast regulärer Spielbetrieb stattfinden konnte. Höhepunkt war laut Ruof der Aufstieg der AK 30 Herren in die zweite Liga. Alle anderen sieben Teams konnten die Klasse halten. Bei der ersten Herrenmannschaft, die in der Landesliga spielt, wird für das aktuelle Jahr der Aufstieg in die Oberliga angepeilt. Gesteigert werden konnte, so der Sportvorstand, wiederum die Zahl der Turniere, nachdem Corona für Ausfälle gesorgt habe und manchen Golffreund von einer Turnierteilnahme abhielt.

Jürgen Schaal, Vorstand für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, listete die hohe Zahl an Medienkontakten auf, allen voran der Reutlinger Generalanzeiger, der regelmäßig über Turniere, Ligaspiele oder Events im Club berichtete. Insgesamt 100 Artikel seien im vergangenen Jahr über alle Medien hinweg veröffentlicht und 69 Berichte auf der Homepage eingestellt worden. Zu den Highlights zählte Schaal das Charity-Turnier am 14. August mit einer Spendenaktion für Hochwasser-Opfer und einem Erlös von 7.373 Euro aus Turnier, Spenden und Tombola. Presseresonanz habe man zudem mit einem Sozialen Jugendprojekt sowie einem Geschwistertag des Fördervereins für krebskranke Kinder am 25. September 2021  erzielt. Erfolgreich sei der Club mit Postings auf Facebook, wodurch neue und jüngere Zielgruppen erreicht würden. Dies gelte es in Zukunft weiter auszubauen.

Jugendvorstand Dirk Herrmann zeichnete die Entwicklung in der Jugendarbeit über drei Jahre nach. Angefangen habe man mit drei Trainingsgruppen und 13 Kindern sowie Jugendlichen. 2021 waren es schon rund 50 Teilnehmer am Training, an Turnieren und sonstigen Events. Sein Dank galt dem in den drei Jahren beständig erweiterten C-Trainerteam mit Marcel von Lipinski, Ian Binanzer, Udo Paul, Isabel Flach, Leon Rinn und Chris Carter als Pro. In diesem Jahr seien drei Jugendturniere auf dem Platz für alle Handicap-Klassen und Bambinis geplant sowie die Teilnahme am Jugendmannschaftspokal.

Positives Jahresergebnis

Der Mann der Zahlen, Finanzvorstand Helmut Lohrmann, beschloss den Reigen der Jahresberichte. Er erläuterte ausführlich den bereits vor der Versammlung an alle Mitglieder verschickten Jahresabschluss. Das Jahr 2021 sei mit einem positiven Ergebnis von etwas über 15 000 Euro abgeschlossen worden. Danach stellte er den Budgetplan für das laufende Jahr vor. Er erwarte aufgrund positiven Entwicklung des Clubs auch in 2022 einen Überschuss.

Angesichts der positiven Zahlen fiel es den beiden Kassenprüfern Brigitte von Wittich und Rainer Blank leicht, dem Gremium die Entlastung des Vorstandes vorzuschlagen. Durchgeführt wurde sie von BWGV-Präsident Otto Leibfritz, der dem gesamten Vorstand erstklassige Arbeit bescheinigte. Die Mitglieder honorierten dies bei den Vorstandswahlen mit einem glatten Ja ohne Gegenstimme.

Eine reine Formalie war die Satzungsänderung, die einen neuen Paragrafen zur Durchführung von Online-Mitgliederversammlung und schriftlichen Beschlussfassungen vorsah, um bei möglichen zukünftigen pandemiebedingten Einschränkungen als Verein handlungsfähig zu bleiben.

Reibungslos und ohne Diskussion gingen die Vorstandswahlen über die Bühne, die schriftlich und in geheimer Abstimmung erfolgten. Präsident Matthias Eschle, Vize Udo Paul, Schatzmeister Helmut Lohrmann, Spielführer Bernd Ruof, Presse- und Öffentlichkeitswart Jürgen Schaal und Jugendvorstand Dirk Herrmann wurden ohne Gegenstimme für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Alle Kandidaten nahmen die Wahl an.

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