Helen Briem triumphiert in Evian

Großer Titel auf der Ladies European Tour

Ein Beitrag von Stuttgarter GC Solitude

Helen Briem setzt bei der Jabra Ladies Open de France im Evian Resort GC ein starkes Zeichen. Die 20-Jährige vom Stuttgarter GC Solitude gewinnt ihr zweites Turnier auf der Ladies European Tour und lässt der Konkurrenz dabei keine Chance. Mit Runden von 69, 65 und 67 Schlägen kommt die Athletin des Elite Team Germany auf insgesamt zwölf unter Par. Ihr Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen beträgt am Ende beeindruckende sieben Schläge. Deutlicher hatte in dieser Saison bisher auf der LET noch keine Athletin ihre Verfolgerinnen distanziert.

Nach einer starken 65 am zweiten Wettkampftag ging Helen Briem mit drei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde. Auf den ersten sechs Löchern des Finaltags notierte die Schwäbin jeweils ein Par.

Nach dem ersten Birdie noch auf der Front Nine ging es auf der Back Nine richtig zur Sache. Unwiderstehlich zog Briem, bei der erneut Vater Jochen am Bag war, davon und ging einem mehr als souveränen Sieg entgegen.

Sieg dank offensiver Taktik

Beeindruckend war auch der Stil, denn das große Talent des Stuttgarter GC Solitude zog ihre Taktik bis zum Ende durch, offensiv zu spielen. Mit herausragend guten Schlägen kreierte sie Chance auf Chance und sicherte sich dadurch am Ende einen überragend klaren Sieg.

Helen Briem mit dem Pokal. Tristan Jones/LET

Dass ihr zweiter LET-Erfolg ausgerechnet in Evian gelang, ist vielleicht ein Fingerzeig des Schicksals. Auch wenn die Aussichten, in diesem Jahr das Major an gleicher Stelle spielen zu können, vorher schon mehr als nur gut waren, steht mit diesem Sieg fest, dass sich Helen Briem beim einzigen Major auf kontinentaleuropäischem Boden mit der kompletten Weltspitze messen darf. Zudem ist nun auch der Startplatz bei der AIG Women´s Open fest gebucht. Bei beiden Majors sicher im Feld zu sein, ist für Helen Briem ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter.

In der Order of Merit machte Briem einen großen Sprung und verbesserte sichvon Platz 75 auf Rang zwölf.

Stimmen zum Triumph

Helen Briem war sich während der Finalrunde lange Zeit nicht im Klaren, wie groß ihr Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen wirklich war: „Ich wusste eigentlich erst an der 18 beim letzten Putt, dass es so deutlich ist. Wobei ich mir nicht sicher war, ob das auch stimmt, denn es hat mich tatsächlich etwas verwundert. Ich musste dann auch erstmal Celina (Sattelkau) und Patze (Patricia Schmidt) fragen, ob das tatsächlich so ist. Ich hatte lange das Gefühl, dass es noch eng werden könnte, denn in Evian kann es schon schnell gehen. Deshalb hab ich eigentlich immer weiter gepusht und versucht, Birdies zu machen. Auch wenn es sicherlich auf den letzten vier Löchern etwas defensiver war, hatte ich trotzdem an jedem Loch nochmal eine sehr gute Chance.“

Dieser Titel löst bei Helen Briem eine große Zufriedenheit aus, weil sich ihre Geduld in so beeindruckender Weise bezahlt gemacht hat: „Ich war letztes Jahr oft nah dran, aber es hat dann nie ganz gereicht. Auf der anderen Seite war es für meine Verhältnisse trotzdem eine Weile her, dass ich in Contention war. Von dem her bin ich sehr froh, auch wie ich mich mental und vor allem auch im Putten entwickelt habe. Beim Major im letzten Jahr gab es schon so ein bisschen ein mentales Schlüsselerlebnis und dann zu sehen, wie ich das jetzt alles handeln kann, ist toll.“

Helen Briem mit dem Pokal. Tristan Jones/LET

Celina Sattelkau, die mit Helen Briem gemeinsam im Golf Team Germany großartige Turniere gespielt hat und nicht zuletzt in Frankreich auf Le Golf National und Golf de Saint-Nom-la-Bretèche im Jahr 2022 bei der Team-Weltmeisterschaft den ersten Platz um nur einen Schlag verpasst hatte, feierte auf dem 18. Grün ausgelassen mit der Teamkameradin: „Es freut mich riesig für Helen, dass sie diesen Sieg nach vielen zweiten Plätzen und „close calls“ in den letzten eineinhalb Jahren nun so dominant für sich entscheiden konnte! Als Freundin und Kollegin weiß ich natürlich viel mehr, wie es hinter den Kulissen aussieht, deswegen bin ich einfach nur sehr stolz auf Helen und ihre sportliche sowie persönliche Entwicklung!“

Nicole Gögele, Bundestrainerin Frauen, zollte der Athletin ihres Kaders großen Respekt: „Ich freu mich sehr für Helen. Was war das für eine super souveräne Vorstellung!“

Marcus Neumann, Vorstand Sport im DGV, erinnert sich im Moment des großen Triumphes an die tolle Bilanz, die Helen Briem speziell in der Grande Nation hat: „Frankreich scheint für Helen Briem ein ganz besonderes Pflaster zu sein. Nachdem sie im vergangenen Jahr bei den Open de France bereits mit Platz zwei auf sich aufmerksam machte, als zeitgleich die Team-WM in Singapur lief, hat sie nun eindrucksvoll den nächsten Schritt gemacht und den Titel gewonnen. Noch vor wenigen Tagen berichtete mir Bundestrainer Stephan Morales von ihrer kontinuierlichen sportlichen Entwicklung – fast schon hellseherisch. Solche Erfolge sind weit mehr als nur ein Sieg: Sie bestätigen den eingeschlagenen Weg, schaffen Selbstvertrauen und wecken die Vorfreude auf das, was noch kommen kann. Für Helen ist dieser Triumph ein weiterer Meilenstein – und für alle, die sie begleiten, pure Motivation.“

Der angesprochene Chef-Bundestrainer Frauen, Stephan Morales, war von der Art und Weise, wie Helen Briem den Sieg unter Dach und Fach gebracht hat, begeistert: „Helen hat sich gerade im kurzen Spiel kontinuierlich verbessert. Daher wundert es mich nicht, dass sie Turniere gewinnen kann, wenn das mit den bekannten Stärken in einer Turnierwoche zusammentrifft. Was mir in diesen Tagen in Evian außerordentlich gut gefallen hat, ist der Umgang von Helen Briem mit kritischen Situationen. Wie sie daraus im Zweifel immer noch das Par gespielt hat, sorgt für eine so große Sicherheit, dass sie gelernt hat, geduldiger auf das Birdie zu warten. Das war einfach ganz große Klasse, wie Helen sich hier auf dem Platz präsentiert hat, wo demnächst das große Major gespielt wird. Auch Alexandra Försterling hat hier ganz stark gespielt und lag bis kurz vor Schluss auf dem zweiten Platz. Besonders gefreut hat mich auch, dass dies der zweite deutsche Sieg auf der LET in kürzester Zeit war. Dies zeigt, dass viele deutsche Frauen aktuell in Europa für einen Sieg infrage kommen. Daher schaue ich Woche für Woche gerne und zuversichtlich auf die Leaderboards.“­

Helen Briem mit dem Pokal. Tristan Jones/LET

Über den Stuttgarter Golf-Club Solitude:

Der Stuttgarter GC Solitude wurde 1927 gegründet und ist einer der führenden Golfclubs im Südwesten Deutschlands. Der Club steht für ein anspruchsvolles und sportliches Golfspiel in einer traditionsbewussten, generationenübergreifenden Gemeinschaft.

Aus Platzgründen erfolgte 1969 der Umzug von Leonberg nach Mönsheim. Der von Dr. Bernhard von Limburger entworfene Platz liegt am Rande des Nordschwarzwaldes in einem leicht gewellten Gelände. Früheres Ackerland wurde durch die Umnutzung zum Golfplatz ökologisch aufgewertet.

Von 1987 bis 1993 war in Mönsheim die PGA European Tour mit dem German Masters zu Gast.

Zwischen 2002 und 2007 wurde der Platz komplett überarbeitet und auf moderne Anforderungen angepasst. Für das Redesign konnte Thomas Himmel gewonnen werden.

Im Westen grenzt der Platz an einen Wald. Ursprünglich vorhandene Hecken und Waldstücke wurden durch neu angepflanzte Baumgruppen ergänzt. Der Platz bietet Golfern aller Leistungsklassen faire Bedingungen und ist nicht zuletzt wegen seiner anspruchsvollen Grüns dennoch selektiv.

Die gesamte Golfanlage wird kontinuierlich im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen des modernen Golfsports weiterentwickelt. Dazu gehört die Neugestaltung zweier Spielbahnen sowie die Erweiterung der Wasserspeicher und der innovative Ausbau der Übungsanlagen.

Der Stuttgarter GC Solitude ist seit 2011 Mitglied bei The Leading Golf Clubs of Germany. Diese Gemeinschaft von Premium-Golfanlagen steht für außergewöhnliche Platzqualität, exzellenten Service, Liebe zum Detail und ein Ambiente zum Wohlfühlen. Nur 38 Golfclubs dürfen derzeit das Gütesiegel „Leading Golf Clubs of Germany“ tragen.

Beim Umweltprogramm Golf & Natur geht es darum, optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz der Natur zu verbinden. In langfristigen Prozessen werden nachhaltige Verbesserungen herbeigeführt und stets auch Standards kontrolliert. Der Stuttgarter GC Solitude ist seit 2011 in diesem Bereich engagiert und ist seit 2014 mit dem Goldstatus vom Deutschen Golf Verband ausgezeichnet.

Kontakt:

Stuttgarter Golf-Club Solitude e.V.

Schloßfeld

71297 Mönsheim

07044/91104-10

info@golfclub-stuttgart.com

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