Final Four ohne Druck

Stuttgarter Golferinnen wollen nächste Medaille

Ein Beitrag von Stuttgarter GC Solitude

Am kommenden Wochenende steht für die Bundesliga-Golferinnen des Stuttgarter GC Solitude der große Saisonhöhepunkt an. Am 1. und 2. August wird im GC München-Riedhof beim Final Four der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf der Deutsche Mannschaftsmeister ermittelt. Der Stuttgarter GC Solitude trifft im Halbfinale auf den Hamburger GC.

Für die Mannschaft von Trainer Heiko Burkhard ist es die dritte Teilnahme am Final Four in Folge. 2024 gewannen die Stuttgarterinnen am Riedhof Bronze, 2025 wurde das Team Deutscher Vizemeister. Nach der bislang besten regulären DGL-Saison der Clubgeschichte nach Punkten reist das Team um Kapitänin Sophia Zeeb nun mit viel Selbstvertrauen, aber ohne zusätzlichen Druck nach München.

„Die Lage vor dem Final Four ist ziemlich gut. Wir sind entspannt und freuen uns auf das Wochenende. Wir wissen, was wir können, kennen die anderen Mannschaften und wollen dieses Turnier genießen. Natürlich geben wir unser Bestes und hoffen, dass wir im richtigen Moment das Momentum auf unserer Seite haben. Dann ist alles möglich“, blickt Heiko Burkhard auf den Saisonhöhepunkt voraus.

Starke Saison als Basis

Der Stuttgarter GC Solitude hat die 1. Bundesliga Süd auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Nur der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister GC St. Leon-Rot lag nach fünf Spieltagen vor dem Team aus Mönsheim. Der Abstand auf die übrigen Mannschaften der Südstaffel war deutlich.

Das Damen-Team beim Spieltag in München . Foto Philipp Eibl

Besonders wertvoll war für die Stuttgarterinnen, dass die Qualifikation für das Final Four bereits vor dem letzten regulären Spieltag feststand. Dadurch konnte der Auftritt beim Münchener GC gezielt als Vorbereitung genutzt werden. Vor dem Spieltag absolvierte die Mannschaft zusätzlich eine Proberunde auf dem Platz des GC München-Riedhof, der sich in diesem Jahr erstmals unter sommerlichen Bedingungen präsentierte. Bei früheren Finalturnieren hatten Regen und weicher Boden die Anlage stark geprägt.

Auch sportlich war die Generalprobe gelungen. In München belegte Stuttgart hinter St. Leon-Rot erneut den zweiten Platz und setzte sich trotz des Heimvorteils der Gastgeberinnen vor den Münchener GC. Vivienne Bühle spielte dabei mit einer 68 am Finaltag den tiefsten Score des gesamten Wochenendes. Zudem nutzte Burkhard die Gelegenheit, Konstanze Anglett und Nina Schumacher Spielpraxis in der Bundesliga zu geben.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, auf das, was wir in dieser Saison gezeigt haben, auf unsere Leistungen und auf die Stimmung im Team. Egal, wie das Final Four ausgeht, wir haben eine starke Saison gespielt. Wir sind eine tolle Mannschaft und es macht sehr viel Spaß, Teil dieses Teams zu sein“, so der Coach.

Vorbereitung bis ins Detail

Die Final-Four-Woche ist für die Stuttgarterinnen dicht geplant. Gemeinsam mit Kapitänin Sophia Zeeb koordiniert Burkhard die sportlichen und organisatorischen Abläufe, zu denen neben Training, Proberunden und Regeneration auch Medien- und Präsentationsthemen rund um das besondere Format gehören. Die Mannschaft reist bereits am Mittwoch nach München und will die Tage vor dem Halbfinale nutzen, um sich vor Ort in den passenden Rhythmus zu bringen.

„Sophia und ich sind in den Vorbereitungen. Es gibt rund um das Final Four einiges zu organisieren, aber das läuft alles. Die Stimmung ist gut, wir freuen uns auf das Wochenende und wollen dann am Samstag frisch in das Halbfinale gehen“, beschreibt Burkhard die Tage vor dem Saisonhöhepunkt.

Freude im Team beim Final Four 2025 im GC Riedhof. Foto Stefan Heigl

Bewährter Kader

Der Kader für München besteht aus den Spielerinnen, die sich über die Saison hinweg bewährt haben. Burkhard legt Wert darauf, dass die Nominierung eine sportliche Konsequenz der gesamten DGL-Saison ist: „Die Mädels, die beim Final Four dabei sind, haben auch über die Saison gespielt. Sie haben sich ihren Platz erspielt, erkämpft und verdient.“

Helen Briem nicht dabei

Nicht zur Verfügung stehen wird Helen Briem. Die Tour-Spielerin des Stuttgarter GC Solitude hat mit der AIG Women’s Open und weiteren internationalen Aufgaben ein sehr dichtes Programm. Nach Rücksprache mit dem Team wird sie deshalb in München nicht eingesetzt.

„Wir waren mit Helen in Kontakt. Dieses Jahr klappt es leider nicht. Sie hat mit der British Open und weiteren Themen sehr viel vor sich. Das wäre einfach zu viel geworden“, erklärt Burkhard die Entscheidung.

Die Stuttgarterinnen können dennoch auf einen starken und eingespielten Kader bauen. In der regulären Saison war gerade die mannschaftliche Geschlossenheit ein Schlüssel zum Erfolg. Über fünf Spieltage hinweg überzeugte die Mannschaft immer mit Stabilität und einem ausgeprägten Teamgeist.

Final Four live bei MagentaSport

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Final Four in diesem Jahr auch durch die Live-Übertragung bei MagentaSport. Der Finalsonntag aus dem GC München-Riedhof wird damit für Fans des Mannschaftsgolfs erstmals auf diesem Weg live und kostenfrei zu sehen sein. Für die Spielerinnen bedeutet dies noch einmal eine besondere Bühne, denn neben der sportlichen Spannung im Matchplay rückt auch die mediale Präsentation des Saisonhöhepunkts stärker in den Mittelpunkt.

Hamburg im Halbfinale

Im Halbfinale trifft Stuttgart auf den Hamburger GC. Der Club aus dem Norden gehört seit Jahren zu den prägenden Mannschaften im deutschen Damen-Golf und bringt viel Final-Four-Erfahrung mit. Für den Stuttgarter GC Solitude wird es daher sofort eine anspruchsvolle Aufgabe.

Gespielt wird im Matchplay. Damit ändern sich im Vergleich zur regulären Saison, die im Zählspiel ausgetragen wird, die sportlichen Vorzeichen. Jeder Punkt zählt direkt, einzelne Situationen können ein Match drehen und die Dynamik eines Duells innerhalb weniger Bahnen verändern. Genau darin liegt für Burkhard aber auch der Reiz des Formats.

„Es sind vier starke Mannschaften am Start. Von Platz eins bis vier ist alles möglich. Wir wollen, wenn es geht, wieder mit einer Medaille nach Hause kommen. Vielleicht schaffen wir ja auch den ganz großen Wurf. Aber wir machen uns keinen zusätzlichen Druck, sondern gehen die Sache bewusst entspannt an“, so der Trainer.

Nach Bronze 2024 und Silber 2025 ist der sportliche Trend beim Stuttgarter GC Solitude klar erkennbar. Der nächste Schritt wäre der Titel. Burkhard weiß aber, dass im Matchplay Kleinigkeiten entscheiden und dass jedes Team am Riedhof die Qualität hat, Deutscher Mannschaftsmeister zu werden.

Der Blick bleibt daher auf das Halbfinale gerichtet. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, entscheidet sich, ob der Stuttgarter GC Solitude am Sonntag um Gold oder erneut um eine Medaille spielt. Die Vorfreude im Club ist groß. Mannschaft und Trainerteam fahren mit Respekt, Selbstvertrauen und viel positiver Energie nach München.

„Wir genießen dieses Final Four. Wir wissen, was wir leisten können, und wollen unser bestes Golf zeigen. Wenn dann im richtigen Moment ein wichtiger Putt fällt, kann an diesem Wochenende sehr viel möglich sein“, sagt Burkhard.

Tabelle Frauen nach dem 5. Spieltag, 1. Bundesliga Süd

1. Golf Club St. Leon-Rot                    +40                 24 Punkte

2. Stuttgarter Golf-Club Solitude       +86                 21 Punkte

3. Münchener Golf-Club                    +165               13 Punkte

4. Frankfurter Golf Club                      +194               11 Punkte

5. 1. GC Fürth                                     +287               6 Punkte

Kader Damenmannschaft, 1. Bundesliga Süd

Katharina Anglett, Konstanze Anglett, Anastasia Back, Yana Beeli, Uma Bergner, Helen Briem (Profi), Lilian Bühle, Vivienne Bühle, Hanne Gerding, Anna-Lena Kasperek, Aline Krauter (Profi), Sara Maciej, Nele Mattner, Alena Oppenheimer, Sophie Renner, Eva Ringwald, Nina Schumacher, Sophia Zeeb

Kapitänin: Sophia Zeeb, Trainer: Heiko Burkhard

Über den Stuttgarter Golf-Club Solitude:

Der Stuttgarter GC Solitude wurde 1927 gegründet und ist einer der führenden Golfclubs im Südwesten Deutschlands. Der Club steht für ein anspruchsvolles und sportliches Golfspiel in einer traditionsbewussten, generationenübergreifenden Gemeinschaft.

Aus Platzgründen erfolgte 1969 der Umzug von Leonberg nach Mönsheim. Der von Dr. Bernhard von Limburger entworfene Platz liegt am Rande des Nordschwarzwaldes in einem leicht gewellten Gelände. Früheres Ackerland wurde durch die Umnutzung zum Golfplatz ökologisch aufgewertet.

Von 1987 bis 1993 war in Mönsheim die PGA European Tour mit dem German Masters zu Gast.

Zwischen 2002 und 2007 wurde der Platz komplett überarbeitet und auf moderne Anforderungen angepasst. Für das Redesign konnte Thomas Himmel gewonnen werden.

Im Westen grenzt der Platz an einen Wald. Ursprünglich vorhandene Hecken und Waldstücke wurden durch neu angepflanzte Baumgruppen ergänzt. Der Platz bietet Golfern aller Leistungsklassen faire Bedingungen und ist nicht zuletzt wegen seiner anspruchsvollen Grüns dennoch selektiv.

Die gesamte Golfanlage wird kontinuierlich im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen des modernen Golfsports weiterentwickelt. Dazu gehört die Neugestaltung zweier Spielbahnen sowie die Erweiterung der Wasserspeicher und der innovative Ausbau der Übungsanlagen.

Der Stuttgarter GC Solitude ist seit 2011 Mitglied bei The Leading Golf Clubs of Germany. Diese Gemeinschaft von Premium-Golfanlagen steht für außergewöhnliche Platzqualität, exzellenten Service, Liebe zum Detail und ein Ambiente zum Wohlfühlen. Nur 38 Golfclubs dürfen derzeit das Gütesiegel „Leading Golf Clubs of Germany“ tragen.

Beim Umweltprogramm Golf & Natur geht es darum, optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz der Natur zu verbinden. In langfristigen Prozessen werden nachhaltige Verbesserungen herbeigeführt und stets auch Standards kontrolliert. Der Stuttgarter GC Solitude ist seit 2011 in diesem Bereich engagiert und ist seit 2014 mit dem Goldstatus vom Deutschen Golf Verband ausgezeichnet.

Kontakt:

Stuttgarter Golf-Club Solitude e.V.

Schlossfeld

71297 Mönsheim

07044/91104-10

info@golfclub-stuttgart.com

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